Topper Kurzinterview: Regisseur Félix Koch erklärt die Grundlagen der Stereoskopie

In der heutigen Ausgabe unserer Topper-Kurzinterviews gibt Regisseur Félix Koch einen kurzen Einblick in die Grundlagen der Stereoskopie und erläutert, wie das stereoskopische Sehen funktioniert.

Die notwendigen Grundlagen, die auch das Topper-Team erlernen mussten, bevor ein Stereoskopie-Film überhaupt gedreht werden kann.

YouTube Preview Image

Interview mit Félix Koch, Regisseur des Real-3D-Spielfilms “Topper gibt nicht auf” über die Grundlagen der Stereoskopie

Wir haben und sehen mit zwei Augen.
Wenn man mit einer normalen Filmkamera drehen würde, dann wäre das so, als wenn man nur mit einem Auge drehen würde.
Um einen 3D-Film zu drehen, brauchen wir zwei Kameras. Da fing das Problem schon an. Zwei Kameras sind zwei Kameras. Das heißt alles ist doppelt vorhanden. Zwei Kameras, zwei Kabel, zwei Objektivsätze. Das nächste Problem ist, dass diese beiden Kameras, bevor dieser 3D-Effekt entsteht, richtig aufeinander justiert werden müssen. Das funktioniert folgendermaßen:
Erst einmal müssen beide Kameras so eingerichtet werden, dass sie das gleiche Bild machen. Als würde ich meine beiden Augen zusammen schieben. Wie eine normale Kamera filmt. Wenn diese beiden Kameras so eingestellt sind, dass sie das gleiche Bild machen, zieht man die Kameras ein Stück auseinander. Am besten so weit, wie meine Augen auseinander liegen. Das sind ca. 6,4 Zentimeter.
Dadurch filmt die linke Kamera ein leicht anderes Bild als die rechte Kamera.
Weil wenn man seinen Finger vor das Auge hält, sieht mein rechtes Auge auch ein anderes Bild als mein linkes Auge. Dasselbe passiert auch in 3D. So entsteht dieser 3D-Effekt. Stelle man sich vor beide Kameras würden einen Würfel filmen, dann würde die eine Kamera mehr die eine Seite filmen, während die Andere die andere Seite des Würfels. Dadurch entsteht dieser Raumeindruck.
Wir filmen also, dann wird der Film geschnitten. Wird er dann gezeigt, müssen natürlich diese beiden Bilder wieder jeweils dem richtigen Auge zugeordnet werden. Da man aber nicht zwei Leinwände hat, weil man ansonsten schielen müsste, werden beide Bilder zeitgleich projiziert.
Dafür gibt es dann diese Brillen, die die Bilder von der Leinwand trennen, sodass jedes Auge das Bild sieht, welches es sehen soll. Jedes Brillenglas lässt nur ein Bild durch.
In meinem Kopf werden diese beiden Bilder dann zusammen geschoben und ergeben den räumlichen Eindruck. Räumlich sehen funktioniert also nur, wenn jedes Auge ein etwas anderes Bild sieht als das andere Auge.

Tags: , , , , , , , , , , ,

2 Antworten zu “Topper Kurzinterview: Regisseur Félix Koch erklärt die Grundlagen der Stereoskopie”

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von The 3D Topper erwähnt. The 3D Topper sagte: New Blog post Topper Kurzinterview: Regisseur Félix Koch erklärt die Grundlagen der Stereoskopie http://bit.ly/bUMD9v … [...]

  2. [...] Topper3D) Transkript des Interviews: Wir haben und sehen mit zwei Augen. Wenn man mit einer normalen [...]

Hinterlasse eine Antwort